Wolf führt die Stadt in einer laufenden Amtsperiode bis regulär 2030. Jetzt entscheidet vor allem die Leistungsbilanz: Wie entwickelt sich Bruneck als Wohnort, Wirtschaftsstandort und Zentrum des Pustertals? Verkehrsprojekte, Wohnbau und öffentliche Dienstleistungen bieten der Führung Möglichkeiten, ihren Anspruch zu bestätigen. Dieselben Entscheidungen geben der Opposition Gelegenheit, die Grenzen des bisherigen Entwicklungsmodells sichtbar zu machen.
Die Mehrheit hält, ihr Vorsprung ist geschrumpft
Die SVP erreichte bei der Gemeinderatswahl 2025 rund 51,8 Prozent, nach 55,7 Prozent im Jahr 2020. Sie fiel von 15 auf 14 Mandate. Wolf übernahm damit von Roland Griessmair (SVP) eine weiterhin regierungsfähige, aber enger gewordene Position. Bei voller Besetzung reichen der Partei ihre eigenen Stimmen; fällt eine aus, braucht sie zusätzliche Unterstützung. Das macht Zusammenhalt innerhalb der SVP politisch wertvoll.
Mit Antonio Bovenzi (Il Polo – Civica per Brunico) bleibt ein Vertreter der Bürgerliste Vizebürgermeister. SVP und Il Polo verfügen zusammen über 16 Sitze. Die Zusammenarbeit verbreitert die Stadtführung und sichert der italienischsprachigen Vertretung einen sichtbaren Platz im Gemeindeausschuss. Die SVP besitzt dabei auch allein eine Mehrheit. Bovenzi gewinnt Einfluss über sein Amt und seine Zuständigkeiten, weniger über die Möglichkeit, der SVP die Mehrheitsfähigkeit zu entziehen.
SVP · 14 Mandate
Bruno Wolf führt die Stadt. Die Partei stellt den Bürgermeister und fünf weitere Mitglieder des Gemeindeausschusses. Ihr eigener Mehrheitsvorsprung beträgt einen Sitz.
Grüne · 5 Mandate
Maximilian Gartner (Grüne) war 2025 Wolfs stärkster Bürgermeisterkonkurrent. Gemeinsam mit Elisabeth Mair, Hans Peter Niederkofler, Klaus Kaneider und Lisa Wierer bildet er die größte Oppositionsfraktion.
Team K · 3 Mandate
Wilma Huber (Team K), Monika Rieder und Gerhard Elzenbaumer vertreten die Partei im Rat. Huber ist zugleich Vizepräsidentin des Gemeinderates.
Süd-Tiroler Freiheit · 2 Mandate
Haymo Prenn (Süd-Tiroler Freiheit) und Evi Ertl vertreten die Partei. Ertl rückte im Dezember 2025 für Bernhard Hilber nach, der wegen einer Unvereinbarkeit ausschied.
Il Polo – Civica per Brunico · 2 Mandate
Antonio Bovenzi und Fabian Fistill vertreten die Bürgerliste. Bovenzi gehört als Vizebürgermeister zur Stadtführung.
Per Brunico – Für Bruneck · 1 Mandat
Marco Pellizzari (Per Brunico – Für Bruneck) hält den Sitz der Bürgerliste. Er arbeitet bei verschiedenen Anträgen mit anderen Oppositionsfraktionen zusammen.
Die vier Oppositionsfraktionen kommen zusammen auf elf Sitze. Auch mit Il Polo wären es nur 13. Eine Mehrheit gegen die SVP setzt deshalb mindestens eine Stimme aus deren Reihen voraus. Gemeinsame Anträge der Opposition sind ein politisches Signal, aber noch keine alternative Regierungsmehrheit.
Wolf muss aus dem Parteimandat eigenes Vertrauen machen
Wolfs Bürgermeisterergebnis liegt nahezu genau auf dem Ergebnis seiner Liste. Er erhielt 3.712 Stimmen, die SVP 3.703 Listenstimmen. Die Wahl sicherte ihm das Amt unmittelbar. Einen großen zusätzlichen persönlichen Stimmenbonus gegenüber seiner Partei zeigen diese Zahlen jedoch kaum. Sein eigenständiges Profil entsteht nun durch Amtsführung, Entscheidungen und den Umgang mit Konflikten.
Dafür hat Wolf zentrale Zuständigkeiten übernommen: Finanzen, öffentliche Arbeiten, Personal und Sicherheit liegen ebenso bei ihm wie Sport und Kommunikation. Diese Breite schafft Sichtbarkeit. Sie konzentriert zugleich Verantwortung. Wenn Vorhaben vorankommen, kann der Bürgermeister Leistung für sich beanspruchen; bei Verzögerungen lässt sich die Verantwortung schwer von seiner Person trennen.
Die SVP verfügt daneben über mehrere erkennbare Verantwortungsträger. Hannes Niederkofler (SVP) prägt die Raumplanung, Lukas Neumair (SVP) den geförderten Wohnbau, Stefanie Peintner (SVP) Umweltfragen und Daniel Schönhuber (SVP) unter anderem den Recyclinghof. Julia Engl (SVP) gehört ebenfalls zum Gemeindeausschuss. Diese Mannschaft gibt Wolf Umsetzungsmöglichkeiten. Politisch wird entscheidend, ob ihre Einzelzuständigkeiten als nachvollziehbare gemeinsame Entwicklung der Stadt wahrgenommen werden.
Die Grünen haben den deutlichsten kommunalen Zugewinn
Die Grünen stiegen 2025 von 12,4 auf 16,9 Prozent und von drei auf fünf Sitze. Gartner erreichte auch bei der Bürgermeisterwahl rund 16,9 Prozent. Damit steht hinter ihrer stärkeren Position ein örtliches Wahlergebnis und eine größere Ratsmannschaft. Ihr Profil verbindet Landschaftsschutz, Mobilität, soziale Fragen und die Kontrolle der Stadtentwicklung.
Mit Mair und Hans Peter Niederkofler verfügt die Fraktion über langjährige Erfahrung und Fachprofile in Bauen beziehungsweise Mobilität. Kaneider und Wierer verbreitern die Mannschaft. Regelmäßige eigene Berichte aus den Ratssitzungen machen die grüne Sicht auf Entscheidungen zugänglich. Diese Kommunikation zeigt politische Aktivität; wie weit sie über das bereits gebundene Publikum hinaus Zustimmung erzeugt, bleibt offen.
Die Chance der Grünen liegt dort, wo wirtschaftliche Entwicklung im Alltag als Belastung ankommt: bei Verkehr, Flächenverbrauch und den Bedingungen des Wohnens. Ihre Grenze liegt in der Mehrheitsarithmetik. Auch eine größere grüne Fraktion benötigt Partner, um die Stadtführung zu verändern. Zustimmung zur Kritik wird erst dann politisch weitertragend, wenn daraus Vertrauen in eine gemeinsame andere Führung entsteht.
Team K und Süd-Tiroler Freiheit haben unterschiedliche Reserven
Das Team K fiel kommunal von 13,1 auf 11,5 Prozent und von vier auf drei Sitze. Bei der Landtagswahl 2023 erreichte es in Bruneck dagegen rund 19,1 Prozent. Die Differenz von etwa 7,6 Prozentpunkten zeigt, wie stark das Angebot je nach Wahlebene unterschiedlich angenommen wird. Sie beschreibt einen möglichen politischen Raum, aber keine automatisch rückholbaren Wähler.
Huber, Monika Rieder und Elzenbaumer bieten eine vorhandene örtliche Mannschaft. Hinzu kommt mit Maria Elisabeth Rieder (Team K) eine Landtagsabgeordnete mit Verankerung im Pustertal. Ihre Arbeit zur Pflegeausbildung in Bruneck verbindet Landespolitik mit einer konkreten regionalen Versorgungsfrage. Dieser Zugang kann dem örtlichen Team Themengewicht geben. Die kommunalen Verluste zeigen zugleich, dass überregionale Sichtbarkeit sich erst in Vertrauen zum Stadtangebot übersetzen muss.
Die Süd-Tiroler Freiheit wuchs bei der Gemeinderatswahl von 4,1 auf 7,6 Prozent und von einem auf zwei Sitze. Bei der Landtagswahl 2023 lag sie in Bruneck bei rund 9,9 Prozent. Ihr kommunaler Aufbau ist damit sichtbar, während zwischen den Ebenen weiterhin eine Differenz besteht. Der Wechsel von Hilber zu Ertl verändert die personelle Ausgangslage. Prenn sichert Kontinuität; eine künftige Bürgermeisterkandidatur lässt sich aus dem vorhandenen Mandatsstand allein nicht ableiten.
Verkehr trennt die Vorstellungen von Brunecks Zukunft
Der Nordring zeigt diese Auseinandersetzung besonders deutlich. Am 4. Februar 2026 erteilte der Gemeinderat mit 16 Ja-Stimmen, sieben Gegenstimmen und zwei Enthaltungen ein positives Gutachten zur entsprechenden Bauleitplanänderung. In der Diskussion standen sich der erhebliche Grundverbrauch der Trasse und die erwartete Entlastung der Stadt gegenüber. Das Gutachten ist ein Planungsschritt; die Verkehrsberuhigung muss sich später an der tatsächlichen Wirkung messen lassen.
Am 30. September folgte das Projektleitdokument für den Umbau des Kreisverkehrs Bruneck West beim Milchhof. Es wurde mit 17 Ja-Stimmen, fünf Gegenstimmen und vier Enthaltungen genehmigt. Das Land soll den Großteil finanzieren, die Gemeinde die Ausführung übernehmen. Weitere Verkehrserhebungen sollen auch den Bereich beim Supertip einbeziehen; Fuß- und Radverkehr sollen berücksichtigt werden.
Die Grünen kritisieren an diesem Vorhaben die fortgesetzte Ausweitung der Straßenkapazität. Die Stadtführung setzt auf einen flüssigeren Ablauf an einem überlasteten Knoten. Beide Positionen sprechen nachvollziehbare Interessen an: Pendler und Betriebe wollen verlässliche Wege, Anrainer Entlastung, andere weniger Bodenverbrauch und mehr Möglichkeiten, Wege ohne Auto zurückzulegen. Für Wolf wird entscheidend, ob die Eingriffe diese Ansprüche tatsächlich zusammenführen.
Die Abhängigkeit vom Land begrenzt dabei die kommunale Steuerung. Finanzierung und übergeordnete Verkehrsangebote entstehen außerhalb des Rathauses, während der Bürgermeister den Nutzen vor Ort vertreten muss. Das betrifft auch den gemeinsam von Oppositionsfraktionen geforderten Nightliner am Freitag: Der Antrag fand im April keine Mehrheit; das Land hatte eine Ausweitung zuvor abgelehnt. Politische Verantwortung verteilt sich über mehrere Ebenen, der Ärger über fehlende Verbindungen bleibt lokal.
Wohnen und Dienstleistungen entscheiden über die Alltagsbilanz
Im Juni 2026 behandelte der Rat ein neues Mischgebiet in Reischach, eine Wohnbauumwidmung im historischen Ortskern und eine Änderung des Tourismusentwicklungsgebietes am Kronplatz. Zugleich wurde die Verordnung für die Zuweisung geförderter Bauflächen angepasst. Diese Entscheidungen bringen die zentrale Verteilungsfrage zusammen: Wie viel Entwicklung dient dem Wohnen, wie viel touristischen und wirtschaftlichen Nutzungen?
Die neue Wohnbauverordnung soll den Zugang erleichtern und Verfahren vereinfachen. Das ist eine konkrete Veränderung der Rahmenbedingungen. Ob daraus genügend leistbare Wohnungen entstehen, entscheidet sich an verfügbaren Flächen, Baukosten und der tatsächlichen Umsetzung. Für Familien und Beschäftigte zählt am Ende, ob sie in Bruneck wohnen können. Eine beschlossene Verordnung wird erst über diese Wirkung zur politischen Leistung.
Beim neuen Recyclinghof besteht dagegen breite Übereinstimmung. Das Projektleitdokument wurde im September einstimmig genehmigt. Der bestehende Hof hat seine Kapazitätsgrenzen erreicht; die Ausführungsplanung ist für 2027 vorgesehen. Die politische Aufgabe liegt hier in der Umsetzung eines gemeinsam anerkannten Bedarfs. Für die Stadtführung bietet das eine Möglichkeit, einen unmittelbar verständlichen Nutzen sichtbar zu machen.
Finanziell besitzt Bruneck Handlungsspielraum. Die Abschlussrechnung 2025 weist einen Verwaltungsüberschuss von rund 21,8 Millionen Euro aus; davon waren rund 10,5 Millionen verfügbar. Die gesamte Summe ist also kein frei verteilbarer Betrag. Dennoch wächst mit vorhandenen Mitteln der Anspruch an Prioritäten und Umsetzung: Welche Verbesserungen werden zuerst verwirklicht, und welche bleiben trotz finanzieller Möglichkeiten aus?
Zusammenarbeit und Abgrenzung prägen den politischen Stil
Die Opposition arbeitet bei einzelnen Themen über Parteigrenzen hinweg. Im Februar wurde ihr gemeinsamer Antrag zur Luftqualität und gegen unnötig laufende Motoren einstimmig angenommen. Das zeigt eine Möglichkeit sachlicher Verständigung. Die Zustimmung verändert die strukturelle Mehrheit jedoch ebenso wenig wie die Ablehnung anderer gemeinsamer Anträge.
Ende September scheiterte die Forderung nach kostenlos verfügbaren Menstruationsartikeln in öffentlichen Einrichtungen mit zwölf Ja-Stimmen und 14 Enthaltungen. Peintner verwies auf bestehende Angebote und den organisatorischen Aufwand einer umfassenden Bereitstellung. Die Grünen kritisieren, dass Zustimmung zum Ziel durch Enthaltung folgenlos bleibe. Am Einzelthema wird eine größere Stilfrage sichtbar: Werden Vorschläge gemeinsam verändert oder durch die Mehrheit abgeschlossen?
Diese Wahrnehmung kann Wolf über die Sachentscheidung hinaus treffen. Eine eigene Mehrheit ermöglicht verlässliches Regieren. Sie erhöht zugleich die Erwartung, Einwände ernsthaft zu bearbeiten. Die Opposition wiederum gewinnt Glaubwürdigkeit, wenn sie gemeinsame Verbesserungen anerkennt und ihre Kritik auf Entscheidungen konzentriert, deren Folgen sie konkret erklären kann.
Die Wahlkette zeigt mehrere politische Brunecks
Bei der Landtagswahl 2023 kam die SVP in Bruneck auf rund 33,7 Prozent, die Grünen auf 10,3 Prozent. Kommunal liegt die SVP deutlich höher, während die Grünen zuletzt stärker waren als bei der Landtagswahl. Bei der Europawahl 2024 erreichten die SVP 44,95 Prozent und das Bündnis Alleanza Verdi e Sinistra 22,08 Prozent. Schon diese Unterschiede zeigen, wie stark Personen, Angebote und Wahlebene die Entscheidung prägen.
Auch die Senatswahl 2022 liefert ein anderes Bild: Meinhard Durnwalder (SVP) erreichte als Kandidat von SVP–PATT in Bruneck 36,91 Prozent, Hans Heiss (Grüne) für Alleanza Verdi Sinistra 20,22 Prozent. Kandidaten- und Bündnisergebnisse lassen sich deshalb nur begrenzt mit einer kommunalen Liste vergleichen. Für Il Polo und Per Brunico wäre eine direkte Gleichsetzung mit einer staatlichen Partei besonders voreilig.
Fratelli d’Italia erreichte bei der Europawahl in Bruneck 10,06 Prozent. Die Partei ist auch in aktuellen italienweiten Umfragen stark; die SWG-Erhebung für La7 vom 5. Oktober sieht sie bei 27,7 Prozent. Daraus folgt eine mögliche Konkurrenz im politischen Umfeld, aber noch keine örtliche Ratsmannschaft oder Bürgermeisterfähigkeit. Ebenso beschreibt das aktuelle Südtiroler Politbarometer von Apollis vor allem die offene Nachfolgefrage nach Arno Kompatscher (SVP), keine Brunecker Wahlabsicht.
Die nächste Bewährungsprobe liegt in der Stadt selbst
Bruneck zählte Ende 2025 17.178 Einwohner. Die Sprachgruppenzählung 2024 weist 78,71 Prozent deutschsprachige, 19,31 Prozent italienischsprachige und 1,98 Prozent ladinische Erklärungen aus. Diese Zugehörigkeiten beschreiben keine geschlossenen politischen Lager. Bürgerlisten und Parteien konkurrieren auch innerhalb der Sprachgruppen; Zugezogene bringen weitere Lebenslagen und Erwartungen ein.
Die Wahlbeteiligung sank von 60,86 Prozent im Jahr 2020 auf 52,13 Prozent 2025. Fast die Hälfte der Wahlberechtigten blieb fern. Daraus lässt sich weder eine bestimmte Protesthaltung noch ein bevorzugter Gewinner ableiten. Es vergrößert aber für alle Kräfte die Aufgabe, Menschen jenseits der bereits politisch Gebundenen zu erreichen. Die angekündigten Fraktionswahlen im November 2026 betreffen die örtlichen Fraktionsorgane, nicht die Neuwahl des Gemeinderates.
Für die laufende Amtsperiode sind zwei Entwicklungen plausibel. Werden Wohnbau und Infrastruktur als spürbare Verbesserung erlebt, kann Wolf seine Führung festigen und eigenes Vertrauen aufbauen. Bleiben Belastungen bestehen, während die Stadt weitere Flächen und Kapazitäten ausbaut, erhalten vor allem die Grünen Gelegenheit, ihre Kritik zu verbreitern. Team K und Süd-Tiroler Freiheit können daneben über ihre jeweils eigenen Themen wachsen.
Der entscheidende Kipppunkt ist die eigene SVP-Mehrheit. Würde sie bei einer künftigen Wahl von 14 auf 13 Sitze fallen, könnte die Partei nicht mehr allein entscheiden. Bliebe Il Polo mit zwei Sitzen Partner, bestünde weiterhin eine Mehrheit von 15. Ein einzelner SVP-Sitzverlust wäre deshalb eine Veränderung der Abhängigkeiten, aber noch kein Machtwechsel. Dafür bräuchte es zusätzlich ein politisch tragfähiges anderes Bündnis.
Politischer Befund
Wolf und die SVP bleiben klar im Vorteil: Sie verfügen über das Bürgermeisteramt, eine eigene Ratsmehrheit und eine eingespielte Zusammenarbeit mit Il Polo. Die Grünen besitzen den deutlichsten jüngsten kommunalen Zugewinn und eine größere Mannschaft. Das Team K hat überregional mehr Zustimmung als vor Ort gebunden, die Süd-Tiroler Freiheit baut ihre kommunale Präsenz aus. Diese Kräfte können Entscheidungen beeinflussen und die Führung unter Druck setzen; eine alternative Regierungsmehrheit ist daraus bislang nicht entstanden.
Brunecks SVP führt weiter, aber mit geringerem Vorsprung. Wolf muss aus dieser Mehrheit eine überzeugende Alltagsbilanz machen. Die Grünen gewinnen Gewicht, wenn ihre Kritik an Verkehr und Stadtentwicklung auch Menschen außerhalb ihres bisherigen Umfelds erreicht. Der politische Wettbewerb entscheidet sich daran, ob Brunecks Entwicklung als gemeinsamer Fortschritt erlebt wird – und ob aus wachsender Opposition irgendwann ein tragfähiges Bündnis für die Führung der Stadt entsteht.

