
Chancen und Risiken der Übergaben
In zahlreichen oberösterreichischen Gemeinden übergibt die Oberösterreichische Volkspartei (ÖVP) das Bürgermeisteramt noch vor der Wahl 2027 oder bereitet einen personellen Wechsel zur Wahl vor. Die Gründe unterscheiden sich: Pension und Generationenwechsel stehen neben Krankheit, beruflicher Überlastung und persönlichen Entscheidungen. Die Übersicht umfasst die bislang recherchierten, öffentlich dokumentierten Fälle, Stand 15. Oktober 2026.
Für die OÖVP liegt darin eine Chance: Neue Bürgermeisterinnen und Bürgermeister können bis zur Wahl Amtskenntnis erwerben, örtliche Beziehungen aufbauen und erste eigene Akzente setzen. Die Partei verbindet damit personelle Erneuerung und Kontinuität. Wo die Übergabe nachvollziehbar vorbereitet ist und über die eigene Fraktion hinaus Unterstützung findet, kann sie Vertrauen festigen.
Das Risiko liegt im Verlust der persönlichen Bindung an langjährige Amtsinhaber. Deren Zustimmung lässt sich nicht automatisch auf die Nachfolge übertragen. Eine Wahl im Gemeinderat sichert zunächst das Amt; wie weit die neue Person in der Bevölkerung trägt, entscheidet sich bei der Direktwahl. Konkurrenz um die Nachfolge, ungelöste örtliche Konflikte und finanzielle Belastungen können den Wechsel zusätzlich erschweren. Für andere Parteien entsteht eine Gelegenheit, bisherige Bürgermeisterstimmen anzusprechen – sofern sie selbst überzeugende Personen und konkrete Antworten anbieten.
Angekündigte Übergaben und Abschiede
| Gemeinde | Amtsinhaber/in → Nachfolge | Zeitpunkt und belegter Stand |
|---|---|---|
| Grieskirchen | Maria Pachner (ÖVP) → Nachfolge offen | 2027: keine neuerliche Kandidatur; angekündigte Polit-Pension. |
| Pötting | Peter Oberlehner (ÖVP) → Nachfolge offen | 2027: keine neuerliche Kandidatur; angekündigte Polit-Pension. |
| Tollet | Gisela Mayr (ÖVP) → Bernhard Seyrl (ÖVP) | Frühjahr 2027: Übergabe geplant. Altersgrund nicht ausdrücklich belegt. |
| Eberstalzell | Günther See (ÖVP) → Philipp Krenmayer (ÖVP) | 2027: See tritt nicht mehr an; Krenmayer aufgestellt. Altersgrund nicht ausdrücklich belegt. |
| Klam | Johannes Achleitner (ÖVP) → Andreas Kirchhofer (ÖVP) | Kirchhofer soll 2027 die Nachfolge antreten. Altersgrund nicht ausdrücklich belegt. |
| Scharnstein | Rudolf Raffelsberger (ÖVP) → Christof Bammer (ÖVP) | 2027: keine neuerliche Kandidatur; stärkere Konzentration auf Bezirks- und Landesaufgaben. |
| Wolfsegg am Hausruck | Barbara Schwarz (ÖVP) → Wolfgang Papst (ÖVP) als Kandidat | Nachfolgewahl für 22. Oktober 2026 angekündigt. Pensionsgrund nicht belegt. |
| Liebenau | August Reichenberger (ÖVP) → Manfred Eckl (ÖVP) als Kandidat | Rücktritt mit 31. Oktober 2026; Wahl für 6. November vorgesehen. Berufliche und familiäre Belastung. |
Pensions- und Ruhestandsabgänge 2025
| Gemeinde | Amtsinhaber/in → Nachfolge | Zeitpunkt und belegter Stand |
|---|---|---|
| Herzogsdorf | Alois Erlinger (ÖVP) → Viktor Tuček (ÖVP) | Pension am 30. September; Tuček im Oktober gewählt. |
| Dietach | Johannes Kampenhuber (ÖVP) → Martin Ziegler (ÖVP) | Pension nach 17 Jahren; Ziegler am 30. Oktober gewählt. |
| Taiskirchen im Innkreis | Johann Weirathmüller (ÖVP) → Markus Gadringer (ÖVP) | Pension am 31. Oktober; Gadringer am 13. November gewählt. |
| Thalheim bei Wels | Andreas Stockinger (ÖVP) → Christian Haagen (ÖVP) | Ruhestand und einstimmige Nachfolgewahl am 12. November. |
| Engerwitzdorf | Herbert Fürst (ÖVP) → Christoph Meisinger (ÖVP) | Pensionsabgang; Meisinger am 14. November gewählt. |
Pensions- und Ruhestandsabgänge 2026
| Gemeinde | Amtsinhaber/in → Nachfolge | Zeitpunkt und belegter Stand |
|---|---|---|
| St. Radegund | Simon Sigl (ÖVP) → Josef Esterbauer (ÖVP) | Jänner: Ruhestand nach mehr als 18 Jahren. |
| Pram | Katharina Zauner (ÖVP) → Georg Schamberger (ÖVP) | März: Ruhestand nach mehr als zehn Jahren; Nachfolgewahl am 5. März. |
| Steegen | Herbert Lehner (ÖVP) → Daniela Wolfschluckner (ÖVP) als vorgesehene Nachfolgerin | Ruhestand am 14. August; Nachfolgewahl für 28. August angesetzt. |
| Atzbach | Berthold Reiter (ÖVP) → Robert Eder (ÖVP) | Ruhestand Ende September; Eder am 5. Oktober gewählt. |
| Inzersdorf im Kremstal | Bernhard Winkler-Ebner (ÖVP) → Heidi Kronegger (ÖVP) als Kandidatin | Ruhestand mit 1. Oktober; Wahl für 15. Oktober angesetzt. Ergebnis zum Recherchestand offen. |
Übergaben mit genanntem Generationenwechsel
| Gemeinde | Amtsinhaber/in → Nachfolge | Zeitpunkt und belegter Stand |
|---|---|---|
| Schlierbach | Katharina Seebacher (ÖVP) → Mario Pramberger (ÖVP) als nominierter Nachfolger | Für Oktober 2025 angekündigt: jüngere Hände und mehr Zeit für Familie und Enkelkinder. |
| St. Marienkirchen bei Schärding | Bernhard Fischer (ÖVP) → Gerhard Schwarzgruber (ÖVP) | Rücktritt Ende 2025, Nachfolge im Jänner 2026: neue Ideen und mehr freie Zeit. |
| Engelhartszell | Roland Pichler (ÖVP) → Karin Wundsam (ÖVP) | September 2026: jüngere Generation und mehr Zeit für die Familie. |
Weitere Wechsel ohne belegten Altersgrund
| Gemeinde | Amtsinhaber/in → Nachfolge | Zeitpunkt und belegter Stand |
|---|---|---|
| Niederthalheim | Johann Öhlinger (ÖVP) → Daniel Sturmair (ÖVP) | September/Oktober 2025: länger vorbereitete Übergabe nach 22 Jahren. |
| St. Nikola an der Donau | Nikolaus Prinz (ÖVP) → Engelbert Freudenschuß (ÖVP) | September/Oktober 2025: Übergabe nach 23 Jahren. |
| Kirchschlag bei Linz | Michael Mair (ÖVP) → Günter Kaiser (ÖVP) als nominierter Nachfolger | Oktober 2025: berufliche Doppelbelastung. |
| Alberndorf in der Riedmark | Martin Tanzer (ÖVP) → Erwin Reichetseder (ÖVP) | Oktober/November 2025: neue persönliche Ziele und rechtzeitiges Platzmachen. |
| Münzbach | Josef Bindreiter (ÖVP) → Michael Lettner (ÖVP) | November 2025: Übergabe nach 18 Jahren. |
| Mitterkirchen | Herbert Froschauer (ÖVP) → Martina Kranzl (ÖVP) | Jänner/Februar 2026: Wechsel nach rund zehn Jahren. |
| Hörbich | Johann Ecker (ÖVP) → Karin Weishäupl (ÖVP) | Nachfolgerin im Februar 2026 gewählt. |
| Helfenberg | Josef Hintenberger (ÖVP) → Martin Schwarzinger (ÖVP) | Nachfolger am 12. März 2026 gewählt. |
| Gramastetten | Andreas Fazeni (ÖVP) → Harald Kogler (ÖVP) als vorbereiteter Nachfolger | Rücktritt Ende März 2026 infolge schwerer Erkrankung. |
| Ungenach | Johann Hippmair (ÖVP) → Christine Schausberger (ÖVP) | 11. September 2026: Übergabe nach mehr als 23 Jahren. |
| Vöcklamarkt | Alois Six (ÖVP) → Marita Achleitner (ÖVP) | 24. September 2026: persönliche Entscheidung für eine geordnete Übergabe. |
| Neukirchen an der Vöckla | Adelheid Fellinger (ÖVP) → Markus Dißlbacher (ÖVP) | 6. Oktober 2026: Nachfolgewahl nach sechsjähriger Amtszeit. |
Welcher Mitbewerber am ehesten profitieren könnte
Die Einordnung verbindet die Gemeinde- und Bürgermeisterwahlen 2021 mit der Landtagswahl 2021, der Europa- und Nationalratswahl 2024 sowie der aktuell dokumentierten örtlichen Personalaufstellung. Jede Wahl wird mit ihrer eigenen Vorgängerwahl verglichen. Eine heutige Funktion belegt örtliche Präsenz, aber noch keine Kandidatur für 2027. Die Matrix beschreibt plausible Chancen auf Zugewinne; sie behauptet weder gemessene Wählerströme noch einen bereits feststehenden Bürgermeisterfavoriten.
Der FPÖ-Aufschwung ist in sämtlichen 33 Gemeinden auch örtlich in den jüngeren Parteiwahlen sichtbar: Sowohl bei der Europawahl als auch bei der Nationalratswahl 2024 legte sie gegenüber 2019 zu. Bei der Landtagswahl 2021 hatte sie dagegen in allen 33 Gemeinden gegenüber 2015 verloren. Die jüngere Entwicklung darf deshalb nicht aus den Gemeinderatsverhältnissen von 2021 allein abgeleitet werden. Umgekehrt ist ein hoher Bundeswahlanteil noch kein Beleg für eine örtliche Mannschaft.
Für das Bürgermeisteramt zählen persönliche Zustimmung und Kandidatur; für den Gemeinderat zusätzlich die Breite des Teams. Wo eine FPÖ-Fraktion mit benannten Funktionsträgern besteht, trifft der Aufschwung auf vorhandene Strukturen. Wo sie 2021 nicht als Ratsliste antrat, bleibt ein eigenes Wahlangebot der entscheidende offene Punkt. Die folgende Matrix gewichtet beide Ebenen und nimmt zu eindeutige Vorreihungen zurück.
FPÖ-Wahldynamik aller 33 Gemeinden: Vergleichswerte öffnen
Pro Zeile stehen Vorgängerwahl → jüngste Wahl und die amtlich ausgewiesene Veränderung in Prozentpunkten. GR und LT: 2015 → 2021 (Helfenberg: GR-Vergleich mit der Fusionswahl 2019); EU und NR: 2019 → 2024. GR/LT-Werte werden auf eine Dezimalstelle gerundet. Kein Vergleich der Stimmenanteile unterschiedlicher Wahlarten.
| Gemeinde | GR und LT | EU und NR |
|---|---|---|
| Grieskirchen | GR: 28,9 → 22,2 % (-6,74 Pp.) LT: 33,8 → 20,9 % (-12,83 Pp.) | EU: 20,7 → 26,0 % (+5,3 Pp.) NR: 20,1 → 27,9 % (+7,8 Pp.) |
| Pötting | GR: nicht angetreten LT: 22,6 → 15,8 % (-6,86 Pp.) | EU: 12,7 → 21,3 % (+8,6 Pp.) NR: 13,9 → 25,3 % (+11,4 Pp.) |
| Tollet | GR: 18,7 → 19,9 % (+1,21 Pp.) LT: 26,4 → 18,6 % (-7,77 Pp.) | EU: 15,5 → 23,5 % (+8,0 Pp.) NR: 16,4 → 27,2 % (+10,8 Pp.) |
| Eberstalzell | GR: 31,5 → 31,3 % (-0,15 Pp.) LT: 37,8 → 31,6 % (-6,19 Pp.) | EU: 28,5 → 40,5 % (+12,0 Pp.) NR: 24,9 → 43,0 % (+18,1 Pp.) |
| Klam | GR: 24,2 → 22,9 % (-1,21 Pp.) LT: 36,8 → 28,3 % (-8,47 Pp.) | EU: 28,4 → 37,8 % (+9,4 Pp.) NR: 28,1 → 37,6 % (+9,5 Pp.) |
| Scharnstein | GR: 16,4 → 16,2 % (-0,21 Pp.) LT: 26,3 → 19,5 % (-6,75 Pp.) | EU: 20,1 → 27,6 % (+7,5 Pp.) NR: 17,9 → 31,2 % (+13,4 Pp.) |
| Wolfsegg am Hausruck | GR: 11,1 → 15,1 % (+4,05 Pp.) LT: 26,5 → 18,8 % (-7,71 Pp.) | EU: 15,1 → 24,8 % (+9,7 Pp.) NR: 15,6 → 29,4 % (+13,8 Pp.) |
| Liebenau | GR: nicht angetreten LT: 24,7 → 22,0 % (-2,73 Pp.) | EU: 20,3 → 31,3 % (+11,0 Pp.) NR: 16,1 → 36,1 % (+20,0 Pp.) |
| Herzogsdorf | GR: 18,9 → 17,4 % (-1,49 Pp.) LT: 28,7 → 21,7 % (-6,98 Pp.) | EU: 18,3 → 28,4 % (+10,2 Pp.) NR: 19,2 → 32,4 % (+13,3 Pp.) |
| Dietach | GR: 11,1 → 10,7 % (-0,38 Pp.) LT: 23,3 → 13,6 % (-9,71 Pp.) | EU: 14,4 → 23,9 % (+9,5 Pp.) NR: 15,5 → 26,2 % (+10,6 Pp.) |
| Taiskirchen im Innkreis | GR: 21,9 → 22,7 % (+0,83 Pp.) LT: 32,3 → 23,0 % (-9,22 Pp.) | EU: 23,8 → 30,8 % (+7,0 Pp.) NR: 21,2 → 34,5 % (+13,3 Pp.) |
| Thalheim bei Wels | GR: 23,7 → 18,2 % (-5,55 Pp.) LT: 30,5 → 20,1 % (-10,40 Pp.) | EU: 19,2 → 23,9 % (+4,7 Pp.) NR: 18,3 → 27,3 % (+9,0 Pp.) |
| Engerwitzdorf | GR: 16,2 → 14,3 % (-1,90 Pp.) LT: 27,3 → 16,9 % (-10,47 Pp.) | EU: 15,9 → 27,2 % (+11,3 Pp.) NR: 15,0 → 28,0 % (+13,0 Pp.) |
| St. Radegund | GR: nicht angetreten LT: 16,9 → 13,2 % (-3,78 Pp.) | EU: 6,3 → 16,2 % (+9,9 Pp.) NR: 8,6 → 21,9 % (+13,3 Pp.) |
| Pram | GR: 34,2 → 31,9 % (-2,30 Pp.) LT: 35,9 → 28,8 % (-7,08 Pp.) | EU: 26,9 → 39,1 % (+12,2 Pp.) NR: 27,5 → 37,4 % (+9,9 Pp.) |
| Steegen | GR: 25,8 → 26,2 % (+0,40 Pp.) LT: 34,6 → 26,4 % (-8,14 Pp.) | EU: 18,4 → 37,8 % (+19,4 Pp.) NR: 19,6 → 41,7 % (+22,1 Pp.) |
| Atzbach | GR: 30,4 → 36,6 % (+6,19 Pp.) LT: 32,8 → 26,2 % (-6,62 Pp.) | EU: 22,3 → 34,3 % (+12,1 Pp.) NR: 19,8 → 37,7 % (+17,9 Pp.) |
| Inzersdorf im Kremstal | GR: 17,8 → 18,2 % (+0,38 Pp.) LT: 31,9 → 21,7 % (-10,29 Pp.) | EU: 19,5 → 33,3 % (+13,8 Pp.) NR: 19,7 → 34,5 % (+14,8 Pp.) |
| Schlierbach | GR: 25,8 → 26,1 % (+0,26 Pp.) LT: 28,7 → 19,6 % (-9,14 Pp.) | EU: 19,7 → 27,9 % (+8,2 Pp.) NR: 18,6 → 30,2 % (+11,6 Pp.) |
| St. Marienkirchen bei Schärding | GR: 34,3 → 24,3 % (-10,00 Pp.) LT: 44,6 → 27,4 % (-17,29 Pp.) | EU: 26,9 → 35,7 % (+8,8 Pp.) NR: 26,3 → 37,7 % (+11,3 Pp.) |
| Engelhartszell | GR: 25,9 → 15,4 % (-10,55 Pp.) LT: 35,8 → 23,4 % (-12,45 Pp.) | EU: 20,1 → 30,2 % (+10,1 Pp.) NR: 24,3 → 36,3 % (+12,0 Pp.) |
| Niederthalheim | GR: 36,1 → 26,0 % (-10,11 Pp.) LT: 36,4 → 24,1 % (-12,31 Pp.) | EU: 19,1 → 31,2 % (+12,1 Pp.) NR: 18,8 → 33,5 % (+14,7 Pp.) |
| St. Nikola an der Donau | GR: nicht angetreten LT: 22,9 → 18,4 % (-4,46 Pp.) | EU: 15,6 → 30,7 % (+15,1 Pp.) NR: 12,0 → 33,3 % (+21,3 Pp.) |
| Kirchschlag bei Linz | GR: 16,5 → 13,2 % (-3,34 Pp.) LT: 23,5 → 15,2 % (-8,28 Pp.) | EU: 15,0 → 22,5 % (+7,5 Pp.) NR: 15,2 → 25,5 % (+10,3 Pp.) |
| Alberndorf in der Riedmark | GR: 16,6 → 17,6 % (+1,00 Pp.) LT: 27,4 → 19,6 % (-7,76 Pp.) | EU: 19,0 → 31,5 % (+12,6 Pp.) NR: 18,6 → 33,3 % (+14,7 Pp.) |
| Münzbach | GR: 21,5 → 12,3 % (-9,20 Pp.) LT: 31,8 → 21,9 % (-9,88 Pp.) | EU: 20,6 → 35,6 % (+15,0 Pp.) NR: 20,0 → 37,2 % (+17,2 Pp.) |
| Mitterkirchen | GR: nicht angetreten LT: 25,2 → 17,7 % (-7,43 Pp.) | EU: 17,1 → 27,5 % (+10,5 Pp.) NR: 17,6 → 32,2 % (+14,6 Pp.) |
| Hörbich | GR: nicht angetreten LT: 31,4 → 25,7 % (-5,76 Pp.) | EU: 22,8 → 31,4 % (+8,6 Pp.) NR: 21,6 → 41,2 % (+19,6 Pp.) |
| Helfenberg | GR: 18,8 → 24,0 % (+5,19 Pp.) LT: 27,4 → 23,0 % (-4,35 Pp.) | EU: 20,4 → 27,8 % (+7,4 Pp.) NR: 18,4 → 32,1 % (+13,7 Pp.) |
| Gramastetten | GR: 14,1 → 8,7 % (-5,38 Pp.) LT: 22,2 → 12,7 % (-9,50 Pp.) | EU: 11,7 → 18,5 % (+6,8 Pp.) NR: 12,7 → 20,0 % (+7,3 Pp.) |
| Ungenach | GR: 24,2 → 16,6 % (-7,62 Pp.) LT: 31,6 → 20,4 % (-11,20 Pp.) | EU: 14,7 → 27,3 % (+12,7 Pp.) NR: 18,0 → 32,0 % (+14,0 Pp.) |
| Vöcklamarkt | GR: 23,1 → 19,9 % (-3,17 Pp.) LT: 32,2 → 21,1 % (-11,07 Pp.) | EU: 20,2 → 31,1 % (+10,9 Pp.) NR: 20,1 → 31,7 % (+11,6 Pp.) |
| Neukirchen an der Vöckla | GR: 22,4 → 16,4 % (-6,04 Pp.) LT: 32,2 → 21,6 % (-10,69 Pp.) | EU: 20,5 → 31,1 % (+10,6 Pp.) NR: 19,9 → 34,0 % (+14,2 Pp.) |
| Gemeinde | Plausible Chance auf Zugewinne | Wahldynamik, Personal und Grenze |
|---|---|---|
| Grieskirchen | FPÖ als plausible stärkste Herausforderung | FPÖ im Rat 2021: 22,17 %, 5 Sitze. NR 2019 → 2024: 20,1 → 27,9 % (+7,8 Pp.). Vizebürgermeister Franz Pointinger (FPÖ) und eine eigene Fraktionsführung sind dokumentiert. Der Stichwahleinzug 2021 stützt die örtliche Ausgangsbasis; eine persönliche Mehrheit 2027 folgt daraus nicht. |
| Pötting | SPÖ als vorhandene Alternative; FPÖ-Potenzial offen | 2021 keine eigene FPÖ-Ratsliste. NR 2019 → 2024: 13,9 → 25,3 % (+11,4 Pp.). Die SPÖ hält drei Ratssitze. Eine örtliche FPÖ-Kandidatur für 2027 ist nicht belegt. Ihr Stimmenpotenzial darf deshalb weder verschwinden noch als vorhandene Mannschaft gelten. |
| Tollet | FPÖ; Grüne bleiben örtlich relevant | FPÖ im Rat 2021: 19,91 %, 3 Sitze. NR 2019 → 2024: 16,4 → 27,2 % (+10,8 Pp.). Manfred Lichtenwinkler (FPÖ) ist als Orts- und Fraktionsobmann sowie Gemeindevorstand ausgewiesen. Die Grünen liegen im Rat nur knapp hinter der FPÖ. Die Kandidaturen 2027 bleiben gesondert zu prüfen. |
| Eberstalzell | FPÖ als plausible Hauptgegenkraft | FPÖ im Rat 2021: 31,31 %, 8 Sitze. NR 2019 → 2024: 24,9 → 43,0 % (+18,1 Pp.). Acht FPÖ-Ratssitze und Fraktionsobfrau Tanja Mollner (FPÖ) verbinden örtliche Präsenz mit starkem Stimmenpotenzial. Eine Bürgermeisterkandidatur für 2027 ist damit noch nicht bestätigt. |
| Klam | Offen zwischen FPÖ und SPÖ | FPÖ im Rat 2021: 22,95 %, 3 Sitze. NR 2019 → 2024: 28,1 → 37,6 % (+9,5 Pp.). Beide halten seit 2021 drei Sitze; die SPÖ lag damals nach Stimmen vorne. Herbert Stadler, Karl Engelbrechtsmüller und Patrick Reiter sind als FPÖ-Gemeinderäte ausgewiesen. Der FPÖ-Aufschwung macht eine SPÖ-Vorreihung für 2027 zu unsicher. |
| Scharnstein | SPÖ örtlich stärker; FPÖ mit zusätzlicher Chance | FPÖ im Rat 2021: 16,21 %, 4 Sitze. NR 2019 → 2024: 17,9 → 31,2 % (+13,4 Pp.). Die SPÖ hält sechs, die FPÖ vier Sitze. Marie Santner (SPÖ) und Gerlinde Staudinger (FPÖ) sind Fraktionsobfrauen. Die SPÖ bleibt kommunal relevant; die jüngeren Parteiergebnisse erlauben keinen eindeutigen Profiteur für 2027. |
| Wolfsegg am Hausruck | SPÖ mit bestätigtem Kandidaten; FPÖ nicht nachrangig | FPÖ im Rat 2021: 15,10 %, 3 Sitze. NR 2019 → 2024: 15,6 → 29,4 % (+13,8 Pp.). Kilian Hindelang (SPÖ) ist für 2027 aufgestellt. Günther Seiringer, Andreas Ablinger und Thomas Stutz (jeweils FPÖ) sind im Rat vertreten. Die FPÖ gewann schon 2021 ein Mandat. Eine eindeutige SPÖ-Vorreihung wird zurückgenommen. |
| Liebenau | SPÖ als organisierte Alternative; FPÖ-Antritt entscheidend | 2021 keine eigene FPÖ-Ratsliste. NR 2019 → 2024: 16,1 → 36,1 % (+20,0 Pp.). Die SPÖ kam 2021 auf 39,48 % und ist die bestehende Gegenfraktion. Ein aktuelles kommunales FPÖ-Wahlangebot für 2027 ist nicht belegt. Der starke Stimmenzuwachs könnte erst mit einer eigenen Liste örtlich wirksam werden. |
| Herzogsdorf | Offen zwischen FPÖ und SPÖ | FPÖ im Rat 2021: 17,38 %, 4 Sitze. NR 2019 → 2024: 19,2 → 32,4 % (+13,3 Pp.). Die SPÖ hält fünf, die FPÖ vier Sitze. Tamara Schön (FPÖ) wurde 2024 als Ortsobfrau bestätigt; Thomas Maschik (FPÖ) ist als Gemeindevorstand dokumentiert. Damit trifft der FPÖ-Aufschwung auf konkrete örtliche Strukturen. |
| Dietach | SPÖ und Grüne kommunal verankert; FPÖ mit Wachstumsspielraum | FPÖ im Rat 2021: 10,71 %, 2 Sitze. NR 2019 → 2024: 15,5 → 26,2 % (+10,6 Pp.). SPÖ und Grüne halten sechs beziehungsweise fünf Sitze, die FPÖ zwei. Daniel Biegel (FPÖ) übernahm 2024 die Ortspartei, Rudolf Suwa (FPÖ) ist Fraktionsobmann. Die FPÖ besitzt Personal, startet kommunal aber von einer kleineren Basis. |
| Taiskirchen im Innkreis | FPÖ mit konkreter Herausforderung für 2027 | FPÖ im Rat 2021: 22,74 %, 6 Sitze. NR 2019 → 2024: 21,2 → 34,5 % (+13,3 Pp.). Markus Ott (FPÖ) wurde 2025 als Bürgermeisterkandidat für die nächste Gemeinderatswahl nominiert; Ortsobmann Peter Gsottbauer (FPÖ) wurde bestätigt. Sechs Ratssitze und Kandidatur machen die Chance konkreter als ein bloßes Parteipotenzial. |
| Thalheim bei Wels | Offen zwischen FPÖ, Grünen und SPÖ | FPÖ im Rat 2021: 18,19 %, 5 Sitze. NR 2019 → 2024: 18,3 → 27,3 % (+9,0 Pp.). Die Grünen halten sechs, FPÖ und SPÖ je fünf Sitze. Florian Neißl (FPÖ) ist Fraktionsobmann; Norbert Mayer (FPÖ) gehört dem Gemeindevorstand an. Die knappen Abstände und der FPÖ-Aufschwung sprechen gegen eine Rangfolge nur aus 2021. |
| Engerwitzdorf | FPÖ, Grüne und SPÖ mit unterschiedlichen Stärken | FPÖ im Rat 2021: 14,32 %, 5 Sitze. NR 2019 → 2024: 15,0 → 28,0 % (+13,0 Pp.). Die Grünen halten acht, die SPÖ sieben und die FPÖ fünf Sitze. Johannes Neudorfer (FPÖ) ist Fraktionsobmann, Philipp Krieglsteiner-Franz (FPÖ) Gemeindevorstand. SPÖ-Stichwahlstärke 2021 und FPÖ-Parteipotenzial sind getrennt zu gewichten. |
| St. Radegund | FPÖ-Potenzial vorhanden; kein belegtes örtliches Gegenangebot | 2021 keine eigene FPÖ-Ratsliste. NR 2019 → 2024: 8,6 → 21,9 % (+13,3 Pp.). Der aktuelle Gemeinderat besteht ausschließlich aus ÖVP-Mitgliedern. Eine konkurrierende Mannschaft oder Kandidatur für 2027 ist nicht belegt. Der FPÖ-Zuwachs allein begründet deshalb noch keine kommunale Favoritenstellung. |
| Pram | FPÖ mit lokal erprobter Herausforderung | FPÖ im Rat 2021: 31,93 %, 6 Sitze. NR 2019 → 2024: 27,5 → 37,4 % (+9,9 Pp.). Harald Beham (FPÖ) ist Fraktionsobmann und trat bei der Nachfolgewahl am 5. März 2026 an. Er unterlag Georg Schamberger (ÖVP) mit 9:10 Ratsstimmen. Das belegt eine konkrete Herausforderung, keine bereits bestehende Direktwahlmehrheit. |
| Steegen | FPÖ als plausible Hauptgegenkraft | FPÖ im Rat 2021: 26,23 %, 3 Sitze. NR 2019 → 2024: 19,6 → 41,7 % (+22,1 Pp.). Drei FPÖ-Sitze, Gemeindevorstand Hannes Aspöck (FPÖ) und Fraktionsobmann Michael Lehner (FPÖ) sind dokumentiert. Der deutliche Stimmenzuwachs trifft damit auf eine bestehende örtliche Mannschaft. |
| Atzbach | FPÖ als konkrete Hauptgegenkraft | FPÖ im Rat 2021: 36,60 %, 5 Sitze. NR 2019 → 2024: 19,8 → 37,7 % (+17,9 Pp.). Fünf FPÖ-Ratssitze und Fraktions- sowie Parteiobfrau Martina Huber (FPÖ) sind dokumentiert. Huber erreichte 2021 bei der Bürgermeisterwahl 41,18 %. Eine erneute Kandidatur für 2027 ist damit noch nicht bestätigt. Die persönliche Ausgangsbasis ist hier zusätzlich belegt. |
| Inzersdorf im Kremstal | Offen zwischen SPÖ und FPÖ | FPÖ im Rat 2021: 18,19 %, 3 Sitze. NR 2019 → 2024: 19,7 → 34,5 % (+14,8 Pp.). Die SPÖ hält sechs, die FPÖ drei Sitze. Die Gemeinde weist eine bestehende FPÖ-Fraktion aus; deren personelle Spitzenaufstellung für 2027 ist nicht belastbar geklärt. Die SPÖ bleibt kommunal stärker, die FPÖ besitzt das größere jüngere Parteipotenzial. |
| Schlierbach | FPÖ mit leicht günstigerer Ausgangsbasis; SPÖ bleibt nahe | FPÖ im Rat 2021: 26,09 %, 6 Sitze. NR 2019 → 2024: 18,6 → 30,2 % (+11,6 Pp.). FPÖ und SPÖ halten je sechs Sitze. Robert Cicona (FPÖ), 2024 als Ortsobmann bestätigt, ist weiterhin als Gemeindevorstand ausgewiesen. Der Bürgermeisterantritt 2021 und der jüngere Aufschwung stützen eine FPÖ-Chance; die SPÖ bleibt eine starke örtliche Alternative. |
| St. Marienkirchen bei Schärding | FPÖ als bestehende stärkste Gegenfraktion | FPÖ im Rat 2021: 24,30 %, 5 Sitze. NR 2019 → 2024: 26,3 → 37,7 % (+11,3 Pp.). Fünf FPÖ-Sitze und örtliche Mandatare, darunter Ernst und Stephan Reinthaler (FPÖ), sind dokumentiert. Die Spitzenkandidatur 2027 ist nicht bestätigt. Das Stimmenpotenzial stärkt die Ratsposition, ohne einen Bürgermeisterwechsel vorwegzunehmen. |
| Engelhartszell | Offen zwischen FPÖ und Grünen | FPÖ im Rat 2021: 15,36 %, 2 Sitze. NR 2019 → 2024: 24,3 → 36,3 % (+12,0 Pp.). Die Grünen lagen 2021 mit 20,00 % vor der FPÖ mit 15,36 %. Gerald Zauner (Grüne) und Volkmar Streinz (FPÖ) führen die Fraktionen. Der FPÖ-Aufschwung trifft auf örtliche Vertretung; die frühere grüne Vorreihung wird zurückgenommen. |
| Niederthalheim | FPÖ als plausible Hauptgegenkraft | FPÖ im Rat 2021: 26,03 %, 3 Sitze. NR 2019 → 2024: 18,8 → 33,5 % (+14,7 Pp.). Thomas Neumeister (FPÖ) ist Gemeindevorstand und wurde als Orts- sowie Fraktionsobmann gewählt. Drei Ratssitze und das jüngere Stimmenpotenzial tragen die Einordnung; eine Kandidatur 2027 ist nicht bestätigt. |
| St. Nikola an der Donau | SPÖ als bestehende Alternative; FPÖ-Potenzial organisatorisch offen | 2021 keine eigene FPÖ-Ratsliste. NR 2019 → 2024: 12,0 → 33,3 % (+21,3 Pp.). Die SPÖ hält fünf Ratssitze, die FPÖ war 2021 nicht als Ratsliste vertreten. Eine aktuelle eigene Kandidatur für 2027 ist nicht belegt. Das stark gewachsene FPÖ-Potenzial kann die SPÖ-Einordnung verändern, sobald ein örtliches Wahlangebot entsteht. |
| Kirchschlag bei Linz | Grüne kommunal stärker; FPÖ mit zusätzlichem Spielraum | FPÖ im Rat 2021: 13,18 %, 2 Sitze. NR 2019 → 2024: 15,2 → 25,5 % (+10,3 Pp.). Die Grünen halten fünf, die FPÖ zwei Sitze. Anneliese Kitzmüller (FPÖ) ist Fraktionsobfrau, Wolfgang Kitzmüller (FPÖ) Gemeindevorstand. Die grüne kommunale Basis bleibt stärker; die FPÖ besitzt zugleich bekannte örtliche Personen und Wachstumspotenzial. |
| Alberndorf in der Riedmark | FPÖ mit günstigerem Parteipotenzial; Bürgermeisterfrage offen | FPÖ im Rat 2021: 17,55 %, 4 Sitze. NR 2019 → 2024: 18,6 → 33,3 % (+14,7 Pp.). FPÖ, SPÖ und Grüne halten je vier Sitze. Irene Fellner (FPÖ) führt die Fraktion, Martin Mühlberger (FPÖ) ist ihr Stellvertreter. Der FPÖ-Aufschwung trifft auf ein benanntes Team; daraus folgt noch kein persönlicher Vorsprung bei der Bürgermeisterwahl. |
| Münzbach | MBB kommunal stärker; FPÖ als zusätzliche Konkurrenz | FPÖ im Rat 2021: 12,32 %, 2 Sitze. NR 2019 → 2024: 20,0 → 37,2 % (+17,2 Pp.). Die Münzbacher Bürgerbewegung (MBB) hält sechs, die FPÖ zwei Sitze. Martin Riegler (FPÖ) ist Orts- und Fraktionsobmann, Josef Gartlehner (FPÖ) Gemeinderat. Der FPÖ-Aufschwung schafft Wachstumsspielraum; die MBB bleibt die größere örtliche Alternative. Keine Parteizuordnung der MBB unterstellt. |
| Mitterkirchen | SPÖ als bestehende Alternative; FPÖ-Antritt offen | 2021 keine eigene FPÖ-Ratsliste. NR 2019 → 2024: 17,6 → 32,2 % (+14,6 Pp.). Die SPÖ hält sieben Sitze und erreichte 2021 bei der Bürgermeisterwahl 40,23 %. Die FPÖ war nicht als Ratsliste vertreten; ein neues Wahlangebot für 2027 ist nicht belegt. Ihr jüngeres Potenzial darf die vorhandene SPÖ-Verankerung ergänzen, aber nicht ersetzen. |
| Hörbich | HBL als bestehende Alternative; FPÖ-Potenzial ohne belegtes Team | 2021 keine eigene FPÖ-Ratsliste. NR 2019 → 2024: 21,6 → 41,2 % (+19,6 Pp.). Die Hörbicher Bürgerliste (HBL) hält drei Sitze. Eine eigene FPÖ-Ratsliste gab es 2021 nicht; eine Kandidatur 2027 ist nicht belegt. Selbst das hohe FPÖ-Bundeswahlergebnis beweist daher keine kommunale Mannschaft. Keine Parteizuordnung der HBL unterstellt. |
| Helfenberg | FPÖ als plausible stärkste Herausforderung | FPÖ im Rat 2021: 23,98 %, 4 Sitze. NR 2019 → 2024: 18,4 → 32,1 % (+13,7 Pp.). Die FPÖ hält vier Sitze; Ulrike Wall, Christian Enzenhofer, Erich Gruber und Gerhard Hutter (jeweils FPÖ) sind im aktuellen Rat ausgewiesen. Wall erreichte 2021 bei der Bürgermeisterwahl 27,78 %. Die Spitzenaufstellung 2027 bleibt offen. |
| Gramastetten | Grüne örtlich deutlich stärker; FPÖ mit begrenzterer Basis | FPÖ im Rat 2021: 8,71 %, 2 Sitze. NR 2019 → 2024: 12,7 → 20,0 % (+7,3 Pp.). Die Grünen halten sieben, die FPÖ zwei Sitze. Christian Brunner und Anita Mayrhofer (FPÖ) sind als Gemeinderäte ausgewiesen. Der FPÖ-Zuwachs erhöht den Wettbewerb, hebt den großen Unterschied in der kommunalen Verankerung aber nicht automatisch auf. |
| Ungenach | Offen zwischen FPÖ und Grünen; FPÖ mit stärkerem jüngeren Potenzial | FPÖ im Rat 2021: 16,63 %, 3 Sitze. NR 2019 → 2024: 18,0 → 32,0 % (+14,0 Pp.). Beide hielten 2021 drei Sitze. Klaus Weiß (FPÖ) ist Gemeindevorstand und Fraktionsobmann; auch Christian Campidell und Thomas Weiß (FPÖ) sind im Rat vertreten. Der Stimmenaufschwung spricht für zusätzliche FPÖ-Chancen, ohne eine persönliche Rangfolge zu belegen. |
| Vöcklamarkt | Offen zwischen FPÖ und SPÖ; FPÖ-Parteipotenzial stärker | FPÖ im Rat 2021: 19,95 %, 6 Sitze. NR 2019 → 2024: 20,1 → 31,7 % (+11,6 Pp.). FPÖ und SPÖ halten je sechs Sitze. Eva Maier (FPÖ) ist als Vizebürgermeisterin und Alois Eder (FPÖ) als Fraktionsobmann dokumentiert; das Sitzungsprotokoll vom Februar 2026 bestätigt die sechs FPÖ-Mandatare. Die Bürgermeisteraufstellung 2027 bleibt offen. |
| Neukirchen an der Vöckla | Offen; FPÖ mit Zugewinnchance, Grüne personell geschwächt | FPÖ im Rat 2021: 16,37 %, 4 Sitze. NR 2019 → 2024: 19,9 → 34,0 % (+14,2 Pp.). FPÖ, SPÖ und Grüne errangen 2021 je vier Sitze. Franz und Alfred Reiter-Kofler (FPÖ) sind als Mandatare ausgewiesen. Nach Georg Ottingers Mandatsverlust blieb ein grünes Mandat mangels Nachrückern unbesetzt (Kundmachung 14. Oktober 2026). Eine sichere grüne Vorreihung ist deshalb nicht mehr begründet; eine FPÖ-Kandidatur 2027 bleibt unbestätigt. |
Politischer Befund
Die jüngeren Parteiwahlen verschieben die Ausgangslage zugunsten der FPÖ. In allen 33 Gemeinden gewann sie 2024 gegenüber 2019 hinzu. Wo dazu eine bestehende Fraktion, bekannte Funktionsträger oder bereits eine bestätigte Kandidatur kommen, erscheint eine zusätzliche Zugewinnchance plausibel. SPÖ, Grüne und Bürgerlisten behalten ihre örtliche Verankerung; ihre Rangfolge von 2021 lässt sich aber nicht unverändert auf 2027 übertragen.
Die OÖVP erneuert in zahlreichen Gemeinden ihre personelle Führung vor der Wahl 2027. Das verschafft den Nachfolgern Zeit, überträgt aber weder die persönliche Zustimmung ihrer Vorgänger noch deren örtliche Mehrheiten automatisch. Politisch entscheidend wird, ob die neuen Spitzen sichtbar Verantwortung übernehmen, offene Probleme bearbeiten und eine eigene Beziehung zur Bevölkerung aufbauen.
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